Inmitten der Brüchigkeit und Komplexität der Gegenwart schaffen wir mit kollaborativen Ausstellungsprojekten temporäre Räume des Verweilens, Austauschens und Erzählens.
Im Zentrum unserer Arbeit steht nicht die Vermittlung von fertigem Wissen, sondern die Neugier und Bereitschaft, sich gemeinsam fragend einem Thema zu widmen. Wir* verstehen alle Beteiligten als Lernende in einem offenen Prozess. Ausgangspunkt sind die jeweiligen Orte, Erfahrungen und Fragen der Menschen, mit denen wir arbeiten.
Unterschiedliche Perspektiven, Widersprüche und Spannungen begegnen uns in jedem Projekt. Manchmal entwickeln sich Hindernisse zu Ausgangspunkten für eine gemeinsame Spurensuche und Annäherung.
Vermitteln und Ausstellen begreifen wir als verschränkte Kulturpraxis: als Möglichkeit, Wissen und Erfahrungen sichtbar zu machen, Beziehungen zu schaffen und Formen des Miteinanders zu erproben. Beim Zeitverbringen, Zuhören, Bedeutungen aushandeln und Erzählformen gestalten, teilen wir als Gruppe Gemeinschaftssinn, Kreativität und Dialogbereitschaft.
*Wir: Als weiss situierte Kulturschaffende nehmen wir privilegierte Positionen innerhalb gesellschaftlicher und kulturpolitischer Strukturen ein. Unser Bewusstsein wächst mit jeder Gruppe, mit der wir zusammenkommen, und für die wir auch den Anspruch haben, ein diskriminierungssensibles Umfeld zu gestalten. Ausgehend vom Recht auf Bildung sehen wir uns zudem verpflichtet, diskriminierende Barrieren abzubauen und Zugang zu Lern-, Ausdrucks- und Teilhabeprozessen zu ermöglichen. Wir hinterfragen bestehende Ausschlüsse und arbeiten daran, kulturelle Räume zugänglicher, vielfältiger und gerechter zu gestalten.
Léonie Süess
Als Co-Leiterin von expositu, verstehe ich mich als Kulturarbeiterin, Künstlerin und Forscherin. Mit einem Background als Szenografin in den Darstellenden Künsten und der Verschränkung zur Praxis als Vermittlerin interessiert es mich Räume zu schaffen, in denen wir in gemeinsamer Aufmerksamkeit mit einem Thema verweilen. Die Arbeit im Team ist für mich entscheidend um ins Mit-teilen zu kommen, Denkweisen zu strapazieren und andere Narrative einzuladen. Dabei spielen in der Projektarbeit verschiedene sinnliche Zugänge ebenso eine Rolle wie die sorgfältige Recherche zu einer Frage, die Teilnehmer:innen unter den Nägeln brennt. Nebst meiner Tätigkeit für expositu entwickle ich ein PhD-Projekt zur Repräsentation und zu den Geschichten von Mensch-Tier-Beziehungen in Ausstellungskontexten. Ich bin Mitgründerin von OFFCUT Zürich, Materialmarkt für kreative Wiederverwertung.
Jeffrey Wolf
Als Co-Leiter von expositu verstehe ich mich als Gestalter kooperativer Prozesse an der Schnittstelle von Kultur, Bildung und Gesellschaft. Mich interessiert, wie Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven, Erfahrungen und Interessen gemeinsam neue Formen der Zusammenarbeit entwickeln können. Kultur ist für mich dabei nicht Selbstzweck, sondern eine Praxis, die Dialog ermöglicht, Beziehungen stärkt und gemeinsames Handeln fördert.
In meiner Arbeit entwickle und begleite ich partizipative Projekte, institutionelle Zusammenarbeit und Vermittlungsformate, in denen unterschiedliche Akteur*innen zusammenkommen und gesellschaftliche Fragestellungen gemeinsam bearbeiten. Ich arbeite prozessorientiert und verbinde konzeptionelles Denken mit der Verantwortung für Umsetzung und langfristige Entwicklung.
Bei expositu verstehe ich Zusammenarbeit als gemeinsamen Lernprozess. Mich interessieren Räume, in denen Offenheit zu Orientierung führt und aus vielfältigen Perspektiven eine tragfähige Teilhabe entsteht.
Meine Erfahrungen aus Kulturvermittlung, Projektleitung und kuratorischer Praxis nutze ich für die Entwicklung und Gestaltung langfristiger Kooperationsstrukturen zwischen Kultur, Bildung, Verwaltung und Zivilgesellschaft.
Jonas Bürgi
Was ich an expositu liebe: Hier können wir neue Wege ausprobieren, uns mit der Welt in Beziehung zu setzen. Dabei fordern wir die Teilnehmenden auch immer ein wenig heraus. Wir wollen ihnen nicht nur eine Plattform für jene Geschichten geben, die sie sowieso schon lange erzählen wollten. Durch ein Befragen – von Dingen, Beziehungen, Bildern, Geschichten… sich selbst – kann sich stattdessen eine neue Erzählung formen und auch gleich im Raum Gestalt annehmen. Und das verändert im besten Fall sogar ein klein wenig uns selbst und die Welt um uns herum.
Neben expositu entwickle ich seit 2021 im Museum für Kommunikation partizipative Projekte im Sammlungsbereich. Im Kern geht es dabei um eine Demokratisierung der Frage: Was sollen wir erinnern und was vergessen? Und wer ist dieses jeweilige «wir»? Als Historiker beschäftige ich mich hin und wieder mit der Frage, warum der Aargau schon lange in globalen Beziehungen steht. Seit 2025 bin ich zudem Mitglied der Kommission von Museum Aargau.
Natalia Funariu, Katarina Tereh, Ira Werner
Inmitten der Brüchigkeit und Komplexität der Gegenwart schaffen wir mit kollaborativen Ausstellungsprojekten temporäre Räume des Verweilens, Austauschens und Erzählens.
Im Zentrum unserer Arbeit steht nicht die Vermittlung von fertigem Wissen, sondern die Neugier und Bereitschaft, sich gemeinsam fragend einem Thema zu widmen. Wir* verstehen alle Beteiligten als Lernende in einem offenen Prozess. Ausgangspunkt sind die jeweiligen Orte, Erfahrungen und Fragen der Menschen, mit denen wir arbeiten.
Unterschiedliche Perspektiven, Widersprüche und Spannungen begegnen uns in jedem Projekt. Manchmal entwickeln sich Hindernisse zu Ausgangspunkten für eine gemeinsame Spurensuche und Annäherung.
Vermitteln und Ausstellen begreifen wir als verschränkte Kulturpraxis: als Möglichkeit, Wissen und Erfahrungen sichtbar zu machen, Beziehungen zu schaffen und Formen des Miteinanders zu erproben. Beim Zeitverbringen, Zuhören, Bedeutungen aushandeln und Erzählformen gestalten, teilen wir als Gruppe Gemeinschaftssinn, Kreativität und Dialogbereitschaft.
*Wir: Als weiss situierte Kulturschaffende nehmen wir privilegierte Positionen innerhalb gesellschaftlicher und kulturpolitischer Strukturen ein. Unser Bewusstsein wächst mit jeder Gruppe, mit der wir zusammenkommen, und für die wir auch den Anspruch haben, ein diskriminierungssensibles Umfeld zu gestalten. Ausgehend vom Recht auf Bildung sehen wir uns zudem verpflichtet, diskriminierende Barrieren abzubauen und Zugang zu Lern-, Ausdrucks- und Teilhabeprozessen zu ermöglichen. Wir hinterfragen bestehende Ausschlüsse und arbeiten daran, kulturelle Räume zugänglicher, vielfältiger und gerechter zu gestalten.
Léonie Süess
Als Co-Leiterin von expositu, verstehe ich mich als Kulturarbeiterin, Künstlerin und Forscherin. Mit einem Background als Szenografin in den Darstellenden Künsten und der Verschränkung zur Praxis als Vermittlerin interessiert es mich Räume zu schaffen, in denen wir in gemeinsamer Aufmerksamkeit mit einem Thema verweilen. Die Arbeit im Team ist für mich entscheidend um ins Mit-teilen zu kommen, Denkweisen zu strapazieren und andere Narrative einzuladen. Dabei spielen in der Projektarbeit verschiedene sinnliche Zugänge ebenso eine Rolle wie die sorgfältige Recherche zu einer Frage, die Teilnehmer:innen unter den Nägeln brennt. Nebst meiner Tätigkeit für expositu entwickle ich ein PhD-Projekt zur Repräsentation und zu den Geschichten von Mensch-Tier-Beziehungen in Ausstellungskontexten. Ich bin Mitgründerin von OFFCUT Zürich, Materialmarkt für kreative Wiederverwertung.
Jeffrey Wolf
Als Co-Leiter von expositu verstehe ich mich als Gestalter kooperativer Prozesse an der Schnittstelle von Kultur, Bildung und Gesellschaft. Mich interessiert, wie Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven, Erfahrungen und Interessen gemeinsam neue Formen der Zusammenarbeit entwickeln können. Kultur ist für mich dabei nicht Selbstzweck, sondern eine Praxis, die Dialog ermöglicht, Beziehungen stärkt und gemeinsames Handeln fördert.
In meiner Arbeit entwickle und begleite ich partizipative Projekte, institutionelle Zusammenarbeit und Vermittlungsformate, in denen unterschiedliche Akteur*innen zusammenkommen und gesellschaftliche Fragestellungen gemeinsam bearbeiten. Ich arbeite prozessorientiert und verbinde konzeptionelles Denken mit der Verantwortung für Umsetzung und langfristige Entwicklung.
Bei expositu verstehe ich Zusammenarbeit als gemeinsamen Lernprozess. Mich interessieren Räume, in denen Offenheit zu Orientierung führt und aus vielfältigen Perspektiven eine tragfähige Teilhabe entsteht.
Meine Erfahrungen aus Kulturvermittlung, Projektleitung und kuratorischer Praxis nutze ich für die Entwicklung und Gestaltung langfristiger Kooperationsstrukturen zwischen Kultur, Bildung, Verwaltung und Zivilgesellschaft.
Jonas Bürgi
Was ich an expositu liebe: Hier können wir neue Wege ausprobieren, uns mit der Welt in Beziehung zu setzen. Dabei fordern wir die Teilnehmenden auch immer ein wenig heraus. Wir wollen ihnen nicht nur eine Plattform für jene Geschichten geben, die sie sowieso schon lange erzählen wollten. Durch ein Befragen – von Dingen, Beziehungen, Bildern, Geschichten… sich selbst – kann sich stattdessen eine neue Erzählung formen und auch gleich im Raum Gestalt annehmen. Und das verändert im besten Fall sogar ein klein wenig uns selbst und die Welt um uns herum.
Neben expositu entwickle ich seit 2021 im Museum für Kommunikation partizipative Projekte im Sammlungsbereich. Im Kern geht es dabei um eine Demokratisierung der Frage: Was sollen wir erinnern und was vergessen? Und wer ist dieses jeweilige «wir»? Als Historiker beschäftige ich mich hin und wieder mit der Frage, warum der Aargau schon lange in globalen Beziehungen steht. Seit 2025 bin ich zudem Mitglied der Kommission von Museum Aargau.
Natalia Funariu, Katarina Tereh, Ira Werner